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Ein türkisches Mädchen in Deutschland: Die türkischen Sätze ihrer Mutter klingen in dem neuen Land fremd. Das Mädchen ist getrieben von Wissensdurst, in ihr erwacht ein politisches Bewusstsein, durch das sie die türkische Gesellschaft in all ihren Widersprüchlichkeiten erfährt. Um sich den Tonfall der türkischen Sprache wieder anzueignen, lernt sie die Sprache des Großvaters – arabisch. Die Sprache des Koran ist auch die Wurzel vieler türkischer Wörter. Das Arabische wird ihr zur Sprache der Liebe. Emine Sevgi Özdamars »Mutterzunge« gilt als einer der wichtigsten Beiträge der interkulturellen Literatur.
Özdamar, Schriftstellerin und Regisseurin, wurde mit dem Alice-Salomon-Poetik-Preis 2012 ausgezeichnet. Der Preis wird an Künstler vergeben, die die Poetik über ihre Grenzen hinaus erweitert haben. Wir gratulieren sehr herzlich.
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Vor 40 Jahren, am 30. Januar 1972, wurde eine Demonstration für Bürgerrechte im irischen Derry von britischen Soldaten blutig niedergeschlagen. Der Bloody Sunday gilt als Auslöser der Eskalation des Nordirlandkonflikts. Das Ereignis spielte der IRA in die Hände, die mit Beginn der siebziger Jahre auch Frauen in ihre Organisation aufnahm.
Die Journalistin Marianne Quoirin widmet sich in ihrem Buch »Töchter des Terrors – Die Frauen der IRA« mit Porträts einzelner IRA-Kämpferinnen den Motiven ihrer Radikalität. Warum riskierten sie ihr Leben in der Terrororganisation? Eindringlich und anschaulich gelingt es Quoirin, die Schicksale der Frauen darzustellen, ohne sie zu verherrlichen.
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