Vortrag mit Gabriele Anderl in Graz

Nach dem »Anschluss« Österreichs 1938 verschärfte das NS-Regime die Verfolgung und Enteignung der jüdischen Bevölkerung und setzte auf eine Politik der gewaltsamen Vertreibung. In dieser Phase legte Berthold Storfer den NS-Behörden Pläne zur Förderung der jüdischen Auswanderung vor und konnte so mehr Juden retten als etwa Oskar Schindler. Er war logistisch verantwortlich für die Flucht von insgesamt 9096 Menschen. Er selbst bezahlte dafür in Auschwitz mit seinem Leben.

Die Historikerin Gabriele Anderl würdigt erstmals die unbestreitbaren Verdienste dieses vergessenen Akteurs des antifaschistischen Widerstandes in ihrem Buch »9096 Leben«.

Eine Kooperationsveranstaltung von CLIO (Verein für Geschichts- und Bildungsarbeit) und GrazMuseum.