Über uns

Der Rotbuch Verlag gründet sich 1973 in Berlin als Abspaltung von Mitarbeitern des Verlags Klaus Wagenbach. Zu den Gründern gehören die Schriftsteller und Lektoren Anne Duden, F.C. Delius und Ingrid Karsunke. Auch das Kursbuch, herausgegeben von Hans Magnus Enzensberger, zieht mit (bis 1990).

Rotbuch ist der einzige je kollektiv geführte Verlag in Deutschland: Die Beschäftigten waren identisch mit den Eigentümern und entschieden gemeinschaftlich über Organisation, Finanzen und Programm, Auswahl der Autoren, Vertrieb und Ladenpreis - und das 20 Jahre lang.

Zum ersten Mal kommen Autoren aus dem Osten zu Wort, etwa Herta Müller oder Carmen-Francesca Banciu aus Rumänien oder György Dalos aus Ungarn.

 

Auch Autoren aus der DDR wie Thomas Brasch, Sascha Anderson oder Kurt Bartsch erscheinen hier erstmals. 1974 publiziert der Dramatiker Heiner Müller bei Rotbuch seine erste Werkausgabe, es erscheinen Franz Xaver Kroetz, Peter-Paul Zahl, Birgit Vanderbeke, Christian Geissler oder Peter Schneider. In der kongenialen Übertragung von Peter O. Chotjewitz lässt der Verlag Dario Fo, den Literaturnobelpreisträger von 1997, in Deutschland Triumphe feiern, und mit dem legendären Zeichner Gerhard Seyfried macht Rotbuch den deutschen Comic weltbekannt.


Das Programm des Verlags war und ist zugleich anspruchsvoll und populär, mutig und frech, witzig und revolutionär. Rotbuch gab der politischen Auseinandersetzung nach der 68er Studentenbewegung ein Forum, in der Belletristik mit Stimmen von verstörender Kraft.

 

Krimi aus Deutschland und den USA

Auch auf dem Gebiet der Kriminalliteratur beweist der Verlag seit 1987 Spürsinn. Autoren wie die Amerikaner Tony Fennelly, William Marshall, Grant Michaels und Jerome Charyn werden entdeckt, und mit Pieke Biermann, Thea Dorn, Jörg Juretzka wird der deutsche Krimi konkurrenzfähig gemacht.

 

1993 übertragen die damaligen Gesellschafter ihre Anteile der Europäischen Verlagsanstalt und der Verlag zieht nach Hamburg. Dort wird Rotbuch 2001 ein reiner Belletristikverlag, mit Schwerpunkten einerseits auf der jungen Literatur Deutschlands und der europäischen Randländer sowie auf Krimis andererseits. Es gilt weiterhin: »Rotbuch hat die schönsten Morde«.

2007 geht Rotbuch wieder nach Berlin und mit der Eulenspiegel Verlagsgruppe eine Kooperation ein, um den Verlag zu einem neuen, selbstständigen Auftritt zu führen. Belletristik, Sachbuch und Kriminalliteratur prägen nun das Profil.

 

Verlagsschwerpunkte

Sachbuch

Mit dem Sachbuch wird der Verlag dem Anspruch, einer der fortschrittlichen politischen Verlage in Deutschland zu sein, gerecht. Das von Ignacio Ramonet vorgelegte monumentale Werk Fidel Castro – Mein Leben, aber auch die Schriften des Berliner Historikers Wolfgang Wippermann setzen unüberhörbar Akzente im geschichtspolitischen Diskurs.

Rotbuch Krimi

Rotbuch Krimi bürgt weiterhin für Qualität und spannende Unterhaltung, hier zeichnet sich der Verlag von jeher durch große Innovativität aus. Jüngste Entdeckung ist der schottische Shootingstar Allan Guthrie. Einen neuen Trend setzt die Reihe Hard Case Crime, die für Pulp-Literatur auf höchstem Niveau steht. Hier ist Mickey Spillane mit seinem letzten Werk vertreten, und aufregende Neulinge wie die ehemalige Domina Christa Faust prägen die Reihe – die überdies mit einer klassisch-knalligen Covergestaltung nicht nur Liebhaber begeistert.

Belletristik

Auch in der Belletristik konnte der Verlag in den vergangenen beiden Jahren mehrfach bedeutende Werke veröffentlichen: Der historische Roman König von Albanien von Andreas Izquierdo, eine Köpenickiade ersten Ranges, wurde zum besten historischen Roman des Jahres 2008 gekürt, und das Epos Exil der frechen Frauen von Robert Cohen begeistert mit der Geschichte dreier mutiger Frauen im Widerstand gegen die Nazis eine breite Leserschaft. Schließlich ist Rotbuch auch für die jüngere deutschsprachige Literatur ein Sprachrohr, das vielversprechende Debüt Bitterstoffe des Berliner Schriftstellers Florian Voß sorgt derzeit für Furore.

 
rotbuch verlag

Der Rotbuch Verlag steht für anspruchsvolle Literatur und politische Debatten, für populäre Unterhaltung und herausragendes Theater, für überraschende Debüts und ungewöhnliche Biografien, für aktuelle Sachbücher und fesselnde Krimis - und für die Leidenschaft beim Büchermachen. Bereits seit 1973.